Jens Rannow ist CEO von team rannow architekten mit Niederlassungen in Ulm und Friedrichshafen. Das Büro versteht Architektur als einen fortlaufenden Dialog – zwischen Mensch und Raum, Technik und Kultur, Gegenwart und Zukunft. Unter seiner Leitung prägt das Team Projekte, die diesen Anspruch sichtbar und erlebbar machen.
Im Interview spricht Jens Rannow über seinen persönlichen Bezug zu der l(i)ebenswerten Region und macht deutlich, was sie für ihn einzigartig und unverwechselbar macht. Dabei hebt er hervor, welche Besonderheiten Ulm und Umgebung von anderen Gegenden in Deutschland unterscheiden. Zudem verrät er seine ganz persönlichen Lieblingsorte und beschreibt die Region mit treffenden, schönen Adjektiven, die seine Wertschätzung spürbar werden lassen.
Welchen Bezug hast du zur „l(i)ebenswerten Region“?
Ich bin hier aufgewachsen. Später wollte ich natürlich wissen, wie die Welt anderswo gestaltet ist: Studium, Reisen, Projekte, Austausch. Diese Perspektive macht es umso klarer: Die Region hat eine eigene Qualität, die man erst versteht, wenn man weg war – und zurückkommt.
In welcher dieser Städte bist du oder warst du am häufigsten unterwegs: Neu-Ulm, Ulm oder Biberach?
Ulm. Hier bin ich fachlich und menschlich gewachsen. Aber ich bewege mich gerne auch über die Donau hinaus: Neu-Ulm zeigt, wie Dynamik und Wandel aussehen können, und Biberach hat eine erstaunlich starke Architektur- und Baukultur.
Welcher ist dein Lieblingsort in der „l(i)ebenswerten Region“?
Die ehemalige HfG auf dem Kuhberg. Für mich als Architekt ein Ort mit Haltung: klare Linien, klare Ideen und eine Tradition, die zeigt, dass internationaler Anspruch und regionale Verwurzelung kein Widerspruch sind. Ein Ort, der mich inspiriert – bis heute.
Mit welchen Adjektiven würdest du die „l(i)ebenswerte Region“ beschreiben?
Kompetent, neugierig, konstruktiv, mit einem Sinn für Qualität, der echten Mehrwert schafft.
Was kann die „l(i)ebenswerte Region“ im Vergleich zu anderen Regionen besser?
Sie verbindet Präzision mit Pragmatismus – und das ist für Gestaltung und Unternehmertum ein ideales Umfeld. Hier entstehen Projekte, die nicht laut auftreten müssen, um Wirkung zu haben. Die Region denkt voraus, ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren – deshalb arbeite ich hier so gerne.