Bildung
Warum die HNU auf Praxisprojekte setzt

Juli

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Für die Hochschule Neu-Ulm sind Praxisprojekte seit vielen Jahren nicht mehr wegzudenken. Sie gehören zum Selbstverständnis einer Hochschule, die Lehre, Forschung und Transfer konsequent miteinander verbindet. Studierende sollen nicht nur theoretisches Wissen erwerben, sondern es dort einsetzen, wo es zählt: in der realen Praxis, gemeinsam mit Unternehmen, Organisationen und regionalen Partnern.

Praxisprojekte bieten dabei eine ganze Reihe von Vorteilen – nicht nur für die HNU und ihre Professor*innen, sondern ebenso für Studierende und Unternehmen. Sie schaffen Räume für Innovation, fördern den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und ermöglichen es, aktuelle Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Warum das so ist, zeigt ein Blick in die „EIN AUF PROF“-Podcast-Folge mit Dr. Jens Boscheinen, der viele Jahre an der HNU gearbeitet hat und heute Praxisprojekte aus Unternehmenssicht begleitet.

Praxisprojekte verbinden Theorie und Anwendung

Jens Boscheinen beschreibt seine Zeit an der HNU als „extrem vielfältig, extrem abwechslungsreich und selten langweilig“. Genau das spiegelt sich auch in Praxisprojekten wider: Studierende entwickeln nicht nur theoretische Konzepte, sondern setzen sie gemeinsam mit Unternehmen um. Sie analysieren, testen, evaluieren und liefern konkrete Ergebnisse, die in der Praxis weiterverwendet werden können.

Ein Beispiel aus der Podcast-Folge: Ein internationales Studierendenteam entwickelte für das Unternehmen Uzin Utz Konzepte zur Kulturentwicklung – inklusive wöchentlicher Coaching-Sessions, wissenschaftlicher Fundierung und praktischen Umsetzungsideen. Das Ergebnis: ein umfangreicher Maßnahmenkatalog, der direkt in die Unternehmenspraxis einfließt.

Unternehmen profitieren von frischen Perspektiven und wissenschaftlicher Tiefe

Für Unternehmen sind Praxisprojekte weit mehr als „studentische Unterstützung“. Sie bieten:

  • Wissenszuwachs, der im Tagesgeschäft oft nicht generiert werden kann
  • Impulse aus einer jungen, internationalen Zielgruppe
  • Zugang zu wissenschaftlichen Methoden und Analysen
  • Neue Ideen, die im Unternehmen weiterentwickelt werden können
  • Kontakt zu potenziellen Nachwuchskräften

Gerade der letzte Punkt ist für viele Firmen entscheidend: Studierende lernen das Unternehmen kennen, erleben Arbeitsweisen und Unternehmenskultur – und bleiben im besten Fall als Praktikant*innen, Werkstudierende oder Mitarbeitende.

Boscheinen bringt es auf den Punkt:

„Um auf das Radar von Studierenden zu kommen, ist es extrem wertvoll, früh im Studium Praxisbezug zu schaffen.“

Studierende gewinnen Sicherheit, Erfahrung und echte Einblicke

Für Studierende sind Praxisprojekte oft der Moment, in dem Theorie lebendig wird. Sie erleben:

  • wie Unternehmen Entscheidungen treffen,
  • wie Projekte organisiert werden,
  • wie Forschungsergebnisse in der Praxis wirken,
  • und wie sie selbst Verantwortung übernehmen können.

Sie lernen, mit echten Herausforderungen umzugehen, Feedback zu verarbeiten und Lösungen zu entwickeln, die nicht nur „für die Note“ funktionieren, sondern tatsächlich gebraucht werden.

Gleichzeitig entstehen wertvolle Kontakte – zu Unternehmen, zu Professor*innen und zu anderen Studierenden. Viele Abschlussarbeiten, Praktika oder spätere Jobs beginnen genau an dieser Stelle.

Professor*innen als Brücke zwischen Hochschule und Praxis

Professor*innen übernehmen in Praxisprojekten eine zentrale Rolle: Sie strukturieren, begleiten und moderieren den Prozess zwischen Studierenden und Unternehmen. Sie sorgen dafür, dass wissenschaftliche Qualität gewährleistet bleibt und gleichzeitig genügend Raum für praktische Umsetzung entsteht.

Boscheinen beschreibt sie als „Bindeglied“, das:

  • Termine koordiniert,
  • Erwartungen klärt,
  • Studierende begleitet,
  • und Unternehmen einbindet.

Wichtig ist dabei Offenheit: Praxisprojekte funktionieren nur, wenn alle Beteiligten bereit sind, gemeinsam zu lernen, Ideen weiterzuentwickeln und unterschiedliche Perspektiven zuzulassen.

Ein Gewinn für die Region

Die Zusammenarbeit zwischen HNU und Unternehmen stärkt die gesamte Region Ulm/Neu-Ulm. Wissen fließt in die Praxis, Unternehmen erhalten Impulse für Innovationen, und Studierende entdecken attraktive Arbeitgeber direkt vor der Haustür.

Gerade für mittelständische und familiengeführte Unternehmen ist das ein großer Vorteil: Sie können sich sichtbar machen, junge Talente ansprechen und langfristige Beziehungen aufbauen.

Fazit: Praxisprojekte sind ein Herzstück der HNU

Sie verbinden Lehre, Forschung und Transfer auf ideale Weise. Sie schaffen Mehrwert für Studierende, Unternehmen und die Hochschule. Und sie zeigen, wie lebendig, praxisnah und zukunftsorientiert Hochschullehre sein kann.

Wer tiefer einsteigen möchte, sollte unbedingt in die Podcast-Folge mit Dr. Jens Boscheinen reinhören oder einen Blick auf unsere Praxisprojekt-Subseite werfen. Schaut euch gerne mal um.

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